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Veranstaltungen der Karl-Liebknecht-Schule

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Marxismus und Religion

Die Theoretiker und Praktiker des historisch-dialektischen Materialismus bezeichneten Religion als falsche Form gesellschaftlichen Bewußtseins, das durch eine richtige Praxis aufgehoben und vom Kopf auf die Füße gestellt werden könne und müsse.

In der Tat ist bis heute keine erforschte historische menschliche Gesellschaft bekannt, in der Religion  nicht eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt hätte. Ihre Inhalte, Ausdrucksformen und ihre jeweiligen gesellschaftlichen Erscheinungsformen erfüllten alle vorstellbaren Funktionen: herrschaftsbegründende Ideologie, erbaulicher Rückzugsort Resignierter, Medium der Welt- und Selbstreflexion, Mittel und Ausdrucksform rebellischer Mobilisierung. Das ist bis heute so: in der aktuellen „modernen Gesellschaft“ mi ihrem wissenschaftlichen, emanzipatorischen und aufklärerischen Selbstanspruch scheint Religion keineswegs abzusterben, sondern sich in alten und neuen Formen sogar weiter auszubreiten. Warum ist das so?  

Wir wollen uns erneut an Quellenbeispielen der Klassiker mit den Grundlagen ihrer Religionskritik beschäftigen. Zugleich geht es in praktischer Absicht um die Frage der Zusammenarbeit religiös argumentierender Menschen mit Menschen, die dem Materialismus und Atheismus des Marxismus-Leninismus verpflichtet sind: wie kommen wir zusammen, wie verständigen wir uns gegen Faschismus und Krieg, im Kampf für Revolution und Sozialismus?

Referenten: Hans-Christoph Stoodt und Jürgen Lloyd

 

OrtKarl-Liebknecht-Schule, Leverkusen
Von10.06.2017 10:30
Bis11.06.2017 14:00
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