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Was gab's in den letzten Monaten?

06.05.2014

Das Jahr 2014 begann für die Karl-Liebknecht-Schule mit einer Veranstaltung, die auch für viele andere Genossinnen und Genossen zum Jahresauftakt gehörte: Die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz der Zeitung junge Welt und der Ehrung von Rosa und unserem Namensgeber am folgenden Tag.

Was gab's in den letzten Monaten?
Erstmals waren wir mit einem eigenen Stand auf der Konferenz vertreten und konnten viele interessante Gespräche führen. Von der Schulleitung an dieser Stelle auch nochmal unseren Dank an unsere Unterstützer aus Berlin und Königs-Wusterhausen.

Ende Januar konnten wir dann unser Seminar zur Aktionseinheit und Bündnispolitik durchführen, das ursprünglich für Dezember vorgesehen war. Dass nicht einmal zehn Genossinnen und Genossen daran teilgenommen haben, hat uns nicht von einer sehr ergiebigen Arbeit an diesem Thema abgehalten. Wir hoffen aber, dass die Beteiligung nicht die Bedeutung widerspiegelt, die dem Thema in der Arbeit der Gruppen und Kreise zugemessen wird. Hier, wie auch bei anderen nur spärlich besuchten Seminaren oder gar dem wegen zu geringer Teilnahme von uns abgesagten Seminar zu "Klassenkampf, Partei, Demokratie und Sozialismus" im März, scheint uns das Problem vor allem darin zu bestehen, dass wir es in der Partei verlernt haben, unsere Politik vor Ort bewusst, begründet und diskutierbar zu erarbeiten. Denn genau dazu sollen die Angebote der Karl-Liebknecht-Schule nützlich sein.

Ende März folgte der erste Teil unseres Seminars zur Einführung in die Marxistische Philosophie. Hier war das Interesse erfreulicherweise größer. Begleitet von unserer stellvertretenden Parteivorsitzenden Nina Hager wurde u.a. erarbeitet, was Philosophie eigentlich sei und was sie von einer Weltanschauung oder einem Weltbild unterscheide und insbesondere ging es um die Klärung, welche Rolle die "Grundfrage der Philosophie", die Unterscheidung zwischen Materialismus und Idealismus, die viel zu oft von uns als vermeintlich trivial abgehakt wird, für unsere Philosophie und für unsere gesellschaftliche Praxis spielt. Der zweite Teil des Seminars (der jedoch nicht nur denjenigen offen steht, die bereits den ersten Teil besucht hatten) ist nun für den September geplant. Der ursprünglich vorgesehene Termin, eine Woche nach dem UZ-Pressefest, wäre eine unnötig heftige Beanspruchung der Teilnehmer und nicht zuletzt auch für Nina gewesen, die als Chefredakteurin der UZ sich nach dem Fest sicher auch etwas entspannenderes als ein Wochenendseminar verdient haben wird.

Im Anschluss an das Philosophie-Seminar haben wir uns bei unserem langjährigen Leiter, Otto Marx, für seine Arbeit bedanken können. Otto, den wir dafür mit seiner Genossin Erika nochmals nach Leverkusen gelockt hatten, wird sicher nicht in den "Ruhestand" gehen, sondern hat sich bereits in Duisburg erneut in Sachen marxistischer Bildung engagiert. (Wir haben im letzten Rundbrief unter dem mehrdeutigen Titel "Marx in Marxloh" darüber berichtet.) Unsere Dankworte haben wir auf unserer Webseite zum Nachlesen veröffentlicht.

In der Woche vor Ostern führte die SDAJ in den Räumen der Karl-Liebknecht-Schule wieder ihre Osterschule durch. Rund 20 junge Genossinnen und Genossen (bzw. Freunde, die das noch werden können) beschäftigten sich auf marxistischer Grundlage mit Faschismus und Antifaschismus. Jürgen Lloyd durfte als Referent die Osterschule begleiten und dabei einmal mehr erfahren, wie engagiert und organisiert der Jugendverband seine Bildungsarbeit betreibt. Wir sollten als Partei die Gelegenheiten nutzen, um zu sehen, was wir in diesem Bereich von der SDAJ lernen könnten. Gleichzeitig bauen wir darauf, dass eine vermehrte Teilnahme aus dem Jugendverband an den Seminaren der KLS nicht nur unsere Debatten befördern kann, sondern auch eine Möglichkeit darstellt, die Kontakte und das Kennenlernen zwischen DKP und SDAJ weiter zu stärken.

Das letzte Seminar vor diesem Rundbrief behandelte ein Aufgabenfeld, welches für alle Genossinnen und Genossen der DKP eine hohe Aktualität haben sollte: Einen Monat vor der Wahl zum EU-Parlament, zu der wir antreten und die Möglichkeit eröffnen, "Knallrot zu wählen", referierte Andreas Wehr, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konföderalen Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke des Europäischen Parlaments und Autor mehrerer Bücher zum Thema EU, über die "imperialistische Struktur der Europäischen Union". Leider waren auch hier nur eine - angesichts des Themas - zu kleine Zahl von Genossinnen und Genossen nach Leverkusen gekommen. Am zweiten Tag haben wir uns die Aufgabe gestellt, aus dem zuvor erarbeiteten Einschätzungen abzuleiten, welche Herausforderungen sich für uns im Wahlkampf und darüber hinaus ergeben. Es was also wirklich, wie es in der Ankündigung in der UZ stand, "Das Seminar für alle EU-Wahlkämpfer/innen".


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